| Vorbemerkungen: Schmerzen sind
meist keine eigenständigen Erkrankungen sondern Symptome von Erkrankungen.
Allerdings hängen Schmerzen nicht nur von Schmerz-
ursachen
ab, sondern auch von der Verarbeitung im Nervensystem. Manchmal kann das
Nervensystem Schmerzen abschwächen oder völlig unterdrücken
(z.B. im Verletzungs-Schock) oder Schmerzen signalisieren, wo kaum
eine oder keine Ursache vorhanden ist (z.B. Schmerzen an amputierten Körperteilen). Seelisch/psychische Faktoren können großen Einfluss auf Schmerzen haben. Was für die einen Schmerzen sind kann für andere noch normal sein. Die Wirksamkeit einer Schmerz- behandlung und das Verlangen nach Schmerzbehandlung können ebenso von subjektiven Faktoren abhängen und u.U. zur Abhängigkeit von Schmerzmitteln führen. Akute kurzzeitige Schmerzen: Ist eine medikamentöse Schmerzbehandlung für kurze Zeit notwendig sollten folgende Hinweise beachtet werden: Grundsätzlich sollten keine Präparate mit mehreren Wirksubstanzen benutzt werden, da dann die Nebenwirkungs- risiken groß sind. Die Medikamente sollten, falls nicht anders verordnet, nur bei Bedarf genommen werden. Empfehlenswert sind folgende preisgünstigen Schmerzmittel für den Hausgebrauch: • Acetylsalicylsäure (ASS oder „Aspirin“) • Paracetamol Häufig werden diese gut verträglichen Schmerzmittel nicht ausreichend hoch dosiert und dann nebenwirkungsreichere Medikamente benutzt. Von Paracetamol können die meisten Erwachsenen pro Tag 3 x 1000 mg (3 x 2 Tabletten zu 500 mg) ohne größere Risiken für kurze Zeit einnehmen. Auch für sog. Rheumatische Beschwerden des Skelettsystems genügt Paracetamol (50 mg / kg Körpergewicht) häufig. ASS sollte nicht von Magen- empfindlichen oder Kleinkindern eingenommen werden. Eingeschränkt empfehlenswert sind folgende Wirkstoffe: Ibuprofen, Diclofenac und andere Rheumamittel sowie Tramadol oder Metamizol. Diese Medikamente sind sehr wirksam, haben aber Risiken, wie Magen-Darm-Schäden, Nieren- und Leberschäden, Blutbildschäden, Übelkeit, .... u.s.w. Viele der in der Werbung angepriesenen Schmerzmittel enthalten mehrere Wirksubstanzen (Kombinationspräparate) und sind daher nicht zu empfehlen. Chronische Schmerzen • Lange bestehende, chronische Schmerzen, deren Ursache kaum zu behandeln ist, sollten nach anderen Prinzipien behandelt werden als vorübergehende Schmerzen. Dies sollte nur nach ärztlicher Empfehlung geschehen. • Von großer Bedeutung ist hierbei die Regelmäßigkeit der Medikamenteneinnahme nach einem festen Zeitplan. • Neben Schmerzmittel kommen häufig noch andere Behandlungen zum Einsatz. |