Gesundheitstips – Grippale Infektionen
  • Grippale Infektionen werden im Winter meist von Viren verursacht.
• Eine wirkungsvolle medikamentöse Bekämpfung dieser Viren ist z.Z. nicht möglich.
• Die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers sind von größter Bedeutung.

Was kann man im Erkrankungsfall tun?
Durch Erhöhung der Trinkmenge sollte einer Austrocknung des Körpers vorgebeugt werden.Grippale Infektionen führen zur Temperaturerhöhung des Körpers, zu schnellerem Atmen, zu vermehrter Atmung durch den Mund und zu verstärktem Schwitzen. Die hierdurch auftretenden Flüssigkeitsverluste, die auch am dunklen Urin erkennbar sind, sollten unbedingt ausgeglichen werden. Besonders bei Fieber sollte man ununterbrochen trinken. Erst wenn man so viel trinkt, dass der Urin wieder wasserhell wird, haben die Abwehrkräfte des Körpers ideale Bedingungen.

Die Schleimhäute sollten ebenfalls immer feucht bleiben. Hier kann neben der hohen Trinkmenge auch die Inhalation von Wasserdampf, zu Hause oder im Dampfbad, hilfreich sein. Ein spezielles Inhalationsmittels ist eher "Geschmackssache", pures Wasser genügt. Für trockene Nasenschleimhäute sind Nasensprays die nur Salzwasser enthalten hilfreich.
Auch das Lutschen kann beim Anfeuchten der Mundschleimhaut helfen, indem es die Speichelproduktion anregen kann. Auch hier sind spezielle Lutschtabletten nicht zu empfehlen. Einfache Lutschbonbons, möglichst zuckerfrei, sind völlig ausreichend.

Medikamente verkürzen die Erkrankungsdauer nicht. Sie können allerdings einige Beschwerden lindern.So gibt es bei stark störendem Husten wirkungsvolle Präparate zur Unterdrückung des Hustenreizes. Gegen Schmerzen helfen einfache Schmerzmittel.

Mit Nasensprays sollte man nur sehr vorsichtig umgehen, da sie oft die Nasenschleimhäute austrocknen und bei längerem Gebrauch auch Schleimhautschäden erzeugen können.
Schleimlösende Medikamente werden medizinisch als nahezu wirkungslos angesehen. Die beste schleimlösende Maßnahme ist, viel zu trinken. Antibiotika sollten selten und nur nach ärztlicher Untersuchung z.B. bei Mandelvereiterung eingesetzt werden.

Was sollte man bei einer grippalen Infektion unterlassen?
• Eine Fiebersenkung ist nur dann sinnvoll, wenn zusätzliche Erkrankungen bestehen oder nicht genug getrunken werden kann (Senioren und Kleinkinder ). Fieber ist meist nicht gefährlich, möglicherweise sogar eine hilfreiche Körperabwehrreaktion.
• Tätigkeiten, die den Körper oder die Schleimhäute austrocknen wie Sauna, Sport oder Gurgeln, sollten gemieden werden.
• Die meisten sog. Grippemittel sind nicht sinnvoll und nicht selten mit Nebenwirkungen verbunden.
• Antibiotika sind bei Virusinfektionen wirkungslos, werden aber leider viel zu oft eingesetzt. So riskiert man Nebenwirkungen und viele Bakterien werden resistent.

Wie kann man grippalen Infektionen vorbeugen?
Die Übertragung erfolgt in der Regel durch direkten Hautkontakt von Person zu Person, meist auf dem Umweg über die Hände.

Daraus ergeben sich die Empfehlungen:
1.    Nach dem Kontakt mit anderen Personen die Hände waschen.
2.    Die Hände aus dem Gesicht, besonders aus Nase und Augen lassen.
3.    Rechtzeitige Grippeschutzimpfung, die jedoch nur gegen Influenza-Viren schützt, aber
       nicht gegen die vielen anderen Erkältungsviren.